Was ist ein Volley im Tennis?
Was ist ein Volley im Tennis? Im Tennis bezeichnet ein „Volley” den Schlag, bevor der Ball den Boden berührt. Diese Technik wird meist angewendet, wenn sich ein Spieler nahe am Netz positioniert. Der Hauptzweck eines Volleys ist es, den Gegner mit einem schnellen Return zu überraschen und so seine Reaktionszeit zu verkürzen. Es ist eine effektive Taktik, mit der man entweder einen Ballwechsel schnell beenden oder das Spiel abwechslungsreicher gestalten kann.
Es gibt zwei Arten von Volleys:
1. Vorhand-Volley: Hierbei schlägt der Spieler den Ball auf derselben Seite wie seine Schlägerhand. Wenn Sie beispielsweise Rechtshänder sind, würden Sie einen Vorhand-Volley auf Ihrer rechten Seite spielen.
2. Rückhandvolley: Dies ist das genaue Gegenteil. Der Spieler schlägt den Ball auf der Seite, die nicht seine Schlägerhand ist. Wenn Sie also Rechtshänder sind, kommt Ihr Rückhandvolley von Ihrer linken Seite.
Der Volley ist ein wichtiger Teil des Spiels und kommt sowohl im Einzel als auch im Doppel zum Einsatz. Für Anfänger kann er etwas schwierig sein, da er schnelles Denken und perfektes Timing erfordert. Aber mit genügend Übung kann jeder ihn in sein Repertoire aufnehmen und damit seine Gegner verwirren.
Im Folgenden besprechen wir die Vorhand- und Rückhand-Volley-Schläge und geben Tipps, wie Sie Ihre Fähigkeiten bei diesen Schlägen verbessern können, um Ihr Tennisspiel hoffentlich auf das nächste Level zu bringen.
Vorhand-Volley im Tennis
Ein Vorhand-Volley ist, wie bereits erwähnt, ein Schlag, bei dem Sie den Ball auf derselben Seite wie die Hand, mit der Sie den Schläger halten, schlagen, und zwar bevor der Ball auf dem Platz aufspringt. Er wird in der Regel ausgeführt, wenn Sie sich in der Nähe des Netzes befinden, mit dem Ziel, den Ball schnell auf die Seite Ihres Gegners zurückzuspielen und ihm so wenig Zeit wie möglich zum Reagieren zu lassen.
So führen Sie einen Vorhand-Volley aus?
Körperhaltung: Stellen Sie sich mit den Füßen schulterbreit auseinander hin und beugen Sie die Knie leicht. Achten Sie darauf, dass Ihr Körper entspannt ist und Ihr Gewicht hauptsächlich auf dem vorderen Teil Ihrer Füße ruht, damit Sie sich bei Bedarf schnell in jede Richtung bewegen können.
Griff: Der häufigste Griff für einen Vorhand-Volley ist der Kontinentalgriff. Er ähnelt einem Händedruck mit dem Schläger, wobei die Grundgelenke des Zeigefingers auf der zweiten Abschrägung des Schlägergriffs liegen.
Bewegung: Wenn der Ball auf Sie zukommt, drehen Sie sich auf Ihrem hinteren Fuß und treten Sie mit Ihrem vorderen Fuß nach vorne in Richtung Ball. Ihr Körpergewicht sollte sich nach vorne in den Schlag verlagern. Dieser Schritt ist entscheidend für die Kraftentfaltung beim Schlag, da Volleys nur einen minimalen Rückschwung erfordern.
Kontakt: Der Schläger sollte vor Ihnen sein, und der Kontaktpunkt sollte sich vor Ihrem Körper befinden, idealerweise in Hüfthöhe. Schlagen Sie den Ball mit der Mitte der Schlägersaiten mit einem kurzen und kontrollierten Schwung. Der Winkel der Schlägerfläche beim Kontakt bestimmt die Richtung des Volleys.
Wann und warum man einen Vorhand-Volley spielt?
Vorhand-Volleys werden in der Regel gespielt, wenn man sich nahe am Netz befindet oder wenn man eine Gelegenheit sieht, den Punkt schnell zu beenden. Es handelt sich um einen strategischen Spielzug, der den Rhythmus des Gegners stören und ihn überraschen kann. Die Idee dahinter ist, seine Reaktionszeit zu verkürzen und ihn so zu einem Fehler zu zwingen oder ihm einen leicht zu schlagenden Ball zuzuspielen.
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Vor- und Nachteile:
Nachteile:
• Es erfordert schnelle Reflexe und gute Beinarbeit, was für Anfänger eine Herausforderung sein kann.
• Wenn es nicht gut ausgeführt wird, kann es Ihre Grundlinie offen lassen, was Ihr Gegner ausnutzen kann.
3 Tipps zur Verbesserung Ihrer Vorhand-Volley:
1. Fußarbeit üben: Gute Fußarbeit ist für eine solide Volley unerlässlich. Üben Sie seitliche und Vorwärtsbewegungen, um den Ball effektiv zu erreichen.
2. Backswing minimieren: Im Gegensatz zu Grundschlägen erfordern Volleys nur einen sehr geringen Backswing. Konzentrieren Sie sich darauf, den Ball mit einem kurzen, kontrollierten Schwung zu „schlagen”.
3. Volley-Übungen: Regelmäßiges Training ist der Schlüssel zur Verbesserung Ihres Volleys. Probieren Sie verschiedene Übungen aus, wie z. B. Catch and Volley oder die Basket-Übung, um Ihre Reflexe, Kontrolle und Präzision zu verbessern.
Denken Sie daran, dass der Schlüssel zu einem guten Vorhand-Volley, wie bei jedem anderen Schlag im Tennis, in konsequentem Training und dem Verständnis der Mechanik des Schlags liegt.
Rückhand-Volley im Tennis
Ein Rückhand-Volley ist, wie bereits erwähnt, ein Schlag, bei dem Sie den Ball auf der Seite schlagen, die Ihrer Schlaghand gegenüberliegt. Genau wie der Vorhand-Volley wird er ausgeführt, bevor der Ball auf dem Platz aufspringt, und wird in der Regel in der Nähe des Netzes gespielt, um den Ball schnell auf die gegnerische Seite zurückzuspielen und so die Reaktionszeit des Gegners zu verkürzen.
So führen Sie einen Rückhand-Volley aus?
Körperhaltung: Die Ausgangsposition ähnelt der eines Vorhand-Volley, mit den Füßen schulterbreit auseinander und leicht gebeugten Knien. Sie sollten auf den Fußballen stehen und bereit sein, sich schnell in jede Richtung zu bewegen.
Griff: Der kontinentale Griff wird in der Regel auch für einen Rückhand-Volley verwendet. Dieser Griff ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen Vorhand- und Rückhand-Volley.
Bewegung: Wenn sich der Ball nähert, drehen Sie sich auf Ihrem vorderen Fuß und treten Sie mit Ihrem hinteren Fuß nach vorne, wobei Sie Ihr Körpergewicht in den Schlag übertragen. Denken Sie daran, dass die Kraft für den Volley aus dieser Vorwärtsbewegung kommt, nicht aus einem großen Schwung.
Kontakt: Ihr Schläger sollte vor Ihnen sein, wobei der Kontaktpunkt idealerweise etwa in Hüfthöhe und vor Ihrem Körper liegt. Der Schlag ist eher ein „Block” oder „Schlag” als ein voller Schwung. Der Winkel der Schlägerfläche beim Kontakt bestimmt die Richtung des Schlags.
Wann und warum man einen Rückhand-Volley ausführt?
Rückhand-Volleys werden normalerweise ausgeführt, wenn man sich in der Nähe des Netzes befindet oder wenn ein ankommender Ball auf die Rückhandseite gespielt wird. Ähnlich wie bei einem Vorhandvolley handelt es sich um einen taktischen Zug, um Ihren Gegner zu überraschen und seine Reaktionszeit zu verkürzen. Das Ziel ist es, ihn zu einem Fehler zu zwingen oder Ihnen einen leicht zu schlagenden Ball zu verschaffen.
Vor- und Nachteile:
Vorteile:
• Sie können den gesamten Platz abdecken, da Sie auf beiden Seiten volley spielen können.
• Sie können damit schnell Punkte erzielen.
• Sie machen Ihr Spiel unvorhersehbar und halten Ihren Gegner auf Trab.
Nachteile:
• Sie erfordert schnelle Reflexe und eine solide Beinarbeit, was für Anfänger schwierig sein kann.
• Ein schlecht ausgeführter Volley kann Sie anfällig für Gegenangriffe machen, insbesondere an der offenen Grundlinie.
3 Tipps zur Verbesserung Ihres Rückhandvolley:
1.Stärken Sie Ihre nicht dominante Hand: Bei einem Rückhand-Volley spielt Ihre nicht dominante Hand (die linke Hand bei Rechtshändern) eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Schlägers. Die Stärkung dieser Hand kann Ihnen helfen, Ihren Volley zu verbessern.
2. Halten Sie Ihr Handgelenk fest: Im Gegensatz zum Vorhand-Volley erfordert der Rückhand-Volley ein festes Handgelenk, um den Ball effektiv zu „schlagen” oder zu „blocken”. Üben Sie, Ihr Handgelenk fest zu halten und es nicht „brechen” oder nach unten fallen zu lassen.
3. Übungsdrill: Regelmäßiges Training mit spezifischen Übungen, wie Wandübungen oder Übungen mit dem Trainer, kann Ihre Reflexe, Kontrolle und Genauigkeit verbessern. Denken Sie daran: Übung macht den Meister!
Um den Rückhandvolley wie jeden anderen Tennisschlag zu meistern, muss man seine Mechanik verstehen, konsequent trainieren und Geduld haben. Das kann zwar einige Zeit dauern, aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall.
